Dein Baby ganz nah bei dir, warm und geborgen, und du hast die Hände frei. Kein Wunder, dass immer mehr Eltern eine Babytrage nutzen, ob zu Hause oder unterwegs. Aber es gibt viele Arten, und nicht jede Trage passt zu jeder Familie. Worauf solltest du achten?
1. Eine gute Haltung für dein Baby
Das Wichtigste ist eine Babytrage, die die natürliche Haltung deines Babys unterstützt. Oft wird das die M-Position genannt: die Knie etwas höher als der Po und die Beinchen gespreizt. Der Rücken darf dabei leicht gerundet sein. Ein breiter Steg, der von Kniekehle zu Kniekehle reicht, hilft dabei.
2. Komfort für dich
Du trägst dein Kleines schnell mal eine Stunde oder länger. Breite, gepolsterte Schultergurte und ein stabiler Hüftgurt verteilen das Gewicht über deinen Körper, sodass Rücken und Schultern weniger belastet werden. Ist die Trage verstellbar, können beide Elternteile sie nutzen.
3. Bauch oder Rücken?
In den ersten Monaten trägst du dein Baby vor dem Bauch. So siehst du sein Gesichtchen und hörst es atmen. Wenn dein Kind älter ist und sein Köpfchen gut selbst halten kann, ist das Tragen auf dem Rücken eine tolle Option für längere Spaziergänge. Wähle deshalb eine Trage, die beides kann.
4. Der Stoff: Welche Jahreszeit?
Hier liegt der größte Unterschied zwischen unseren beiden Babytragen.
Teddy: weich, flauschig und extra warm. Ideal für Herbst und Winter oder für Eltern, denen schnell kalt wird. Geeignet von Geburt an bis etwa 15 Kilo.
Corduroy: weich, atmungsaktiv und für jede Jahreszeit geeignet. Eine zeitlose Wahl in Schwarz, von 0 bis 36 Monaten.
Tipp: Zweifelst du zwischen den beiden? Überlege, wann du am meisten tragen wirst. Viele Spaziergänge in der Kälte: Wähle Teddy. Das ganze Jahr über, auch drinnen: Wähle Corduroy.
Sicher tragen: Die fünf Checks
- Eng genug: Dein Baby sitzt fest an dir und sackt nicht zusammen.
- Immer sichtbar: Du kannst sein Gesichtchen sehen, wenn du nach unten schaust.
- Nah genug zum Küssen: Du kannst sein Köpfchen küssen, ohne dich weit nach vorne beugen zu müssen.
- Kinn frei von der Brust: Es passt etwa ein Finger zwischen Kinn und Brust, damit es frei atmen kann.
- Rücken gestützt: Der Rücken wird in einer natürlichen Haltung gut gestützt.
Sicherheitsexperten raten außerdem, dein Baby regelmäßig aus der Trage zu nehmen, damit es sich frei bewegen kann, und die Trage nicht als festen Schlafplatz zu nutzen. Lies dir vor dem ersten Gebrauch immer die Anleitung deiner Babytrage gut durch.
Babytrage oder Babywippe?
Es ist kein Entweder-oder. Eine Babytrage ist ideal, wenn dein Kind bei dir sein möchte oder ihr unterwegs seid. Eine Babywippe ist super, wenn du kurz einen sicheren Platz in der Nähe suchst. Viele Eltern nutzen beides, zu verschiedenen Tageszeiten.
Häufig gestellte Fragen
Ab wann darf mein Baby in eine Babytrage?
Eine Trage, die ab der Geburt geeignet ist, kannst du sofort nutzen, solange dein Baby gut gestützt wird und die Trage richtig eingestellt ist. Achte immer auf das Mindestgewicht in der Anleitung.
Wie lange kann man am Stück tragen?
Das ist von Baby zu Baby und von Elternteil zu Elternteil verschieden. Wechsle mit anderen Momenten ab und mache Pausen, damit dein Kind sich bewegen kann und du dich entlastest.
Quellen
- De 4 van Veilig Dragen, VeiligheidNL
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